Kalachakra Thangka (Tibet)

Das Wort Mandala kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "heiliger Kreis", Zentrum oder Einheit.
Ein Mandala ist meist kreisrund und stets auf einen Mittelpunkt zentriert. In Indien und im Tibet beruhen die Mandalas auf Jahrtausende alte Traditionen. Sie symbolisieren den Markrokosmus und den Mikrokosmus, die Welt und das Sein. Das Wort Mandala bedeutet sowohl Kreis als auch Zentrum: es symbolisiert sowohl die äußere uns sichtbare Welt, als auch die unsichtbare Welt in den Tiefen unseres Seins.

Es wird meistens zweidimensional dargestellt; man findet aber auch drei-dimensionale Mandalas.

Die Mandalas der tibetischen Buddhisten sind Meisterwerke von grosser Komplexität. Der Meditierende projiziert sich in das Mandala mit dem er verschmilzt. Jedes Detail des Mandalas hat einen tiefen Sinn und es braucht jahrelange Studien um deren Symbolik zu erlernen. Dieser intellektuelle Ansatz ist notwendig, aber noch wichtiger ist die direkte meditative Erfahrung. Es gibt auch zwei-dimensionale Sand-Mandalas die während aufwändigen Zeremonien erstellt werden. Diese Mandalas werden nach ihrer Erstellung zestört, um die Vergänglichkeit des Lebens und das Ideal von Entbindung der materiellen Welt zu symbolisieren.

 

 Medizin-Rad, Bighorn National Forest, Wyoming, Amerika

Mandalas werden auch im Westen gefunden. Ein Beispiel sind die Medizinräder der amerikanischen Indianer: das sind auf dem Boden angelegte Steinkreise. Diese symbolisieren den Kreislauf des Lebens, der Jahreszeiten und der Entwicklung des Menschen. Die Schaffung eines Medizinrades ist ein Mittel den Menschen mit der Natur und all Ihren Bewohner zu verbinden.

 Fensterrose Nord von "Cathédrale Notre-Dame de Paris"

In Europa, findet man Mandalas unter der Form der Fensterrosen gothischer Kathedralen wieder. Ein regelrechtes Spitzengeflecht aus Stein, Glas und Blei das die Entfaltung der Seele symbolisiert.

Die Mandalas, diese zentrierten, regelmässigen Formen, sind also in den meisten Kulturen vorhanden. Aber man findet auch in der Natur zahlreiche Formen die man als Mandalas sehen kann, wie zum Beispiel die Schneeflocken, Seesterne, viele Blumenarten, Früchte, ... . Sehr schöne Darstellungen solcher "natürlicher Mandalas" findet man im Buch "Kunstformen der Natur" von Ernst Haeckel, mit aussergewöhnlichen Zeichnungen lebender Organismen von grosser Schönheit : http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/haeckel/kunstformen/natur.html (Sie können dort das Buch im pdf Format gratis herunterladen)

 

 

In der Tat, sind Mandalas überall um uns herum.Selbst auf der mikroskopisch kleinen Ebene der Atome, kreisen die Elektronen um den Atomkern und formen so wunderschöne Mandalas.

Jedes Mandala, ob auf natürliche Weise in der Natur vorhanden oder vom Menschen geschaffen, ist eine Darstellung der Interaktion des Universums mit unseren psychischen Funktionen.

Es ist Carl Gustav Jung der die Mandalas in die Psychotherapie eingeführt hat. Das Mandala stellt die Seele dar; seine Mitte ist gleichzusetzen mit dem Selbst, welches sowohl die bewussten als auch die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit repräsentiert. Er war überzeugt, dass Mandalas der Person helfen können ihr Potential voll zu entfalten und ihre Persönlichkeit auszubalanzieren. Er benutzte Mandalas zur Behandlung psyschischer Störungen. Bei Personen die unter Depressionen leiden, stellte er eine positive Auswirkung durch die Wiederherstellung einer inneren Ordung.

 

Seitdem werden die Mandalas in der Kunsttherapie, in der Persönlichkeitsentwicklung, in der Psychotherapie, .... eingesetzt.

Die "Mandala-Therapie" bietet eine Möglichkeit für den Therapeuten mehr über den inneren Zustand der Person zu erfahren die das Mandala zeichnet. Seine Art und Weise das Mandala zu zeichnen und die Farben zu verteilen, sagen etwas aus über seine Ängste und seine Sehnsüchte. Indem eine Person ein Mandala zeichnet, drückt sie ihren Gemütszustand in Farben aus. Indem sie das Mandala sich entwickeln lässt, beginnt ein Umwandlungs-und Harmonisierungsvorgang. Es ist im Übrigen interessant festzustellen, dass die Kinder von ungefähr drei bis sieben Jahre spontan in der ganzen Welt Bilder zeichnen, die Mandalas ähnlich sind.

Das Arbeiten mit Manadals ist auch eine sehr gute Entspanungsmethode und ein Weg besser mit Stress umzugehen. Es hilft auch sich besser zu konzentrieren und ermöglicht jedem die kreative Energie die in ihm ist auszudrücken. Es ist eine Möglichkeit, in Kontakt mit unserem kreativen Potential zu kommen.

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten mit Mandalas zu arbeiten:

- das Schaffen (Zeichnen) eines Mandalas (zum Beispiel mit einem Zirkel oder einfach per Handzeichnung)

- das Ausmalen eines bereits vorgezeichneten Mandalas

- das Betrachten eines Mandalas um einen Zustand der Meditation zu fördern

Welche Methode man auch wählt, Mandalas haben eine strukturierende Funktion, die uns in eine Dimesnion führen können, die über den Verstand hinausgeht. Wir gleiten allmählich in einen Zustand, der unsere innere Welt auftauchen lässt und in der die äusseren Dinge immer mehr an Bedeutung verlieren.


Ob wir nun die Mandalas als ein heiliges Ritual, ein therapeutisches Mittel, oder ein Kunstobjekt betrachten, ob wir sie als eine Hilfe zur Meditation, um uns zu entspannen oder um uns ins Gleichgewichtzu bringen oder um in uns unbewusste Ressourcen zu erwecken, benutzen, ob wir sie als Therapie-Hilfe, um einen Raum zu harmonisieren oder einfach zu schmücken, die Mandalas berühren uns und wecken in uns Gefühle die aus unserem tiefsten Inneren kommen.

Das Mandala ist ein Spiegelbild von uns selbst, in dem Augenblick wo wir uns in Harmonie mit ihm fühlen.

Lassen sie sich leiten, faszinieren und erstaunen von der Energie der Mandalas.

Ich lade sie ein meine Mandala-Kreationen zu entdecken (Mandalas auf auf Holzplatte, aus Keramik, Anhänger, ...)

 
 

Kommunizieren sie mit den Mandalas.

Lassen sie sich berühren.

Mireille Dondlinger

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